Der Übergang zur Kreislaufwirtschaft ist längst keine Zukunftsfrage mehr – er entscheidet schon heute darüber, wie wettbewerbsfähig kleine und mittlere Unternehmen morgen sind. Genau hier setzt VIRIDI an: Das grenzüberschreitende Interreg-Projekt unterstützt KMU und weitere Akteure beim Wandel hin zu einer kreislauforientierten, ressourcenschonenden und digital vernetzten Wirtschaft im Raum Slowenien–Österreich.
Viele Unternehmen wollen kreislauffähig werden – doch in der Praxis fehlt oft das konkrete Wissen. Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten? Welche digitalen Werkzeuge unterstützen den Umstieg? Wie lassen sich Abfallströme bewerten, Materialien wiederverwerten und Geschäftsmodelle neu denken?
Gerade in ländlich geprägten Grenzregionen treffen diese Fragen auf besondere Hürden: unterschiedliche Sprachen, getrennte Märkte und wenig Austausch über die Landesgrenze hinweg. VIRIDI überbrückt diese Distanz. Das Projekt bringt Unternehmen, Forschung, Bildung und Verwaltung aus beiden Ländern zusammen und macht Wissen dort verfügbar, wo es im betrieblichen Alltag gebraucht wird.
Die VIRIDI-Plattform verbindet praktisches Know-how mit konkreten Werkzeugen für die tägliche Arbeit:
Herzstück des Wissenstransfers ist die VIRIDI-Akademie – ein zweisprachiges Bildungsprogramm, das speziell auf die Bedürfnisse von KMU und weiteren Zielgruppen im slowenisch-österreichischen Grenzraum zugeschnitten ist.
In sechs aufeinander abgestimmten Modulen – je eines pro Projektpartner – vermitteln Fachleute Wissen, das Unternehmen unmittelbar übernehmen können. Die Inhalte reichen von rechtlichen Rahmenbedingungen über die Bewertung von Materialströmen bis zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Vermittelt wird über verschiedene Formate: Präsenz, online, hybrid und als frei zugängliche MOOC-Online-Trainings. Zwei Best-Practice-Touren führen zu Vorzeigebetrieben in Slowenien und Österreich, und alle abgeschlossenen Schulungen werden mit zweisprachigen Teilnahmebestätigungen anerkannt.
Die Teilnahme ist kostenfrei und offen für unterschiedliche Vorkenntnisse. Wer einsteigen möchte, findet alle Schulungen und Anmeldemöglichkeiten unter viridi-academy.eu.
VIRIDI ist auch ein Vernetzungsraum. Teilnehmende aus Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Behörden und Forschung kommen über Sprach- und Ländergrenzen hinweg miteinander in Kontakt und tauschen Erfahrungen aus. So entsteht ein grenzüberschreitendes Netzwerk, das nachhaltige Lösungen nicht nur diskutiert, sondern gemeinsam erprobt und weiterträgt.
Der Grundgedanke bleibt dabei einfach: Statt das Rad neu zu erfinden, teilen Regionen und Betriebe ihre Ideen, testen Lösungen und skalieren, was funktioniert.
Am 11. Juni 2026 laden alle VIRIDI-Projektpartner zur grenzüberschreitenden Abschlusskonferenz nach Ljubljana. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnisse des Projekts, konkrete Praxisbeispiele aus den Betrieben und eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Kreislaufwirtschaft im Raum Slowenien–Österreich. Ein guter Moment, um Bilanz zu ziehen – und um zu zeigen, wie viel Bewegung in der Region steckt.
Die Kreislaufwirtschaft entsteht nicht im Großen allein, sondern in vielen kleinen, konkreten Schritten – in jedem einzelnen Betrieb. VIRIDI liefert das Wissen, die Werkzeuge und die Kontakte, um diese Schritte zu gehen.
VIRIDI wird im Rahmen des Programms Interreg Slovenia–Austria 2021–2027 umgesetzt und von der Europäischen Union kofinanziert.

Am 20. März 2025 kamen 122 Teilnehmende aus SI und AT zur ersten grenzüberschreitenden VIRIDI-Konferenz in Klagenfurt – ein Tag voller Vernetzung und Kreislaufwirtschaft.

Das VIRIDI-Matchmaking-Forum ist jetzt eine LinkedIn-Gruppe: der grenzüberschreitende Treffpunkt für KMU und Akteure der Kreislaufwirtschaft in SI und AT. Jetzt beitreten!

Sechs zweisprachige Schulungsmodule, Workshops, MOOCs und Best-Practice-Touren: Die VIRIDI-Akademie brachte Wissen zur Kreislaufwirtschaft in den Grenzraum SI–AT.
Die VIRIDI-Plattform unterstützt Unternehmen und weitere Akteure mit Wissen, Lernangeboten und Vernetzung beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft.