Am 11. Juni 2026 fand in Ljubljana die grenzüberschreitende VIRIDI-Abschlusskonferenz unter dem Titel„Kreislaufwirtschaft in der Praxis: von europäischen Zielen zu grenzüberschreitenden Lösungen“ statt. Gastgeber der Veranstaltung war das Slowenische Institut für Bauwesen (ZAG), das die Konferenz gemeinsam mit den VIRIDI-Projektpartnern aus Slowenien und Österreich organisierte. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Forschung, Bildung und öffentlicher Verwaltung nutzten die Gelegenheit, um sich über innovative Ansätze, Projektergebnisse und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Kreislaufwirtschaft auszutauschen.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen die zentralen Ergebnisse des Interreg-Projekts VIRIDI, das in den vergangenen Jahren Unternehmen und Organisationen beim Übergang zu einer grüneren, digitaleren und kreislauforientierten Wirtschaft unterstützt hat. Präsentiert wurden unter anderem die durchgeführten Bedarfsanalysen, erfolgreiche Praxisbeispiele aus verschiedenen Branchen, zirkuläre Geschäftsmodelle für den Bausektor, die Ergebnisse der VIRIDIthons sowie die zweisprachige VIRIDI-Akademie mit ihren kostenlosen Bildungsangeboten.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Vorstellung der VIRIDI-Plattform, die auch nach Projektende als nachhaltiges Projektergebnis bestehen bleibt. Die Plattform bietet Unternehmen, Bildungseinrichtungen und weiteren Akteuren Zugang zu aktuellen Informationen, Bildungsangeboten und Vernetzungsmöglichkeiten. Über das integrierte Forum können neue grenzüberschreitende Kooperationen entwickelt und Erfahrungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft ausgetauscht werden.

Die Fachvorträge zeigten eindrucksvoll, welche Chancen in der Wiederverwendung von Materialien, im Kunststoffrecycling und im zirkulären Bauen liegen. Expertinnen und Experten aus Slowenien und Österreich präsentierten innovative Lösungen zur Ressourcenschonung, zur Nutzung von Sekundärrohstoffen sowie zur Digitalisierung von Bauprozessen. Dabei wurde deutlich, dass Kreislaufwirtschaft nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leistet, sondern auch neue wirtschaftliche Potenziale eröffnet.

Ein weiterer Höhepunkt war die Podiumsdiskussion„Grenzüberschreitende Zukunft: Kreislauffähigkeit als neuer gemeinsamer Wert“. Die Diskussionsteilnehmer betonten die Bedeutung von Zusammenarbeit, Wissensaustausch und geeigneten politischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Transformation hin zu einer zirkulären Wirtschaft. Gleichzeitig wurde unterstrichen, dass die grenzüberschreitende Vernetzung von Unternehmen und Institutionen große Chancen für Innovationen und neue Geschäftsmodelle bietet.

Neben dem fachlichen Programm bot die Konferenz ausreichend Raum für Networking und persönlichen Austausch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten außerdem die VIRIDI-Wanderausstellung besichtigen und im Rahmen einer Exkursion Beispiele zirkulärer Baupraktiken in Ljubljana kennenlernen.

Die Abschlusskonferenz machte deutlich, dass die im Projekt VIRIDI aufgebauten Netzwerke und Strukturen auch über das Projektende hinaus Bestand haben werden. Mit der VIRIDI-Plattform steht der grenzüberschreitenden Region Slowenien-Österreich weiterhin ein wichtiger Treffpunkt für Information, Kooperation und Innovation zur Verfügung. Die Veranstaltung markierte damit nicht das Ende, sondern den Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit für eine nachhaltige und kreislauforientierte Zukunft.

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