Wie können Produkte nach dem Ende ihres Lebenszyklus sinnvoll weiterverwendet werden? Mit genau dieser Fragestellung beschäftigte sich der VIRIDITHON. Eine internationale Innovationswoche, bei der Studierende gemeinsam mit Unternehmen nachhaltige Lösungen für reale Herausforderungen entwickelten. Im Rahmen der Sustainable Entrepreneurship Week arbeiteten 48 Studierende aus über 20 Ländern eine Woche lang in interdisziplinären Teams an innovativen Geschäftsmodellen und Konzepten für die Kreislaufwirtschaft.
Jedes teilnehmende Unternehmen brachte eine konkrete Aufgabenstellung aus der Praxis mit. Im Mittelpunkt standen Produkte, die ihren ursprünglichen Lebenszyklus erreicht haben oder aufgrund kleiner Mängel, Überproduktionen oder anderer Faktoren nicht mehr regulär verkauft werden können.
Eine Fragestellung beschäftigte sich beispielsweise mit Snowboards, die aufgrund kleiner Produktionsfehler nicht in den Verkauf gelangen. Gemeinsam entwickelten die Studierenden Ideen, wie solche Produkte weiterverwendet, aufgewertet oder in neue Geschäftsmodelle integriert werden können, anstatt sie zu entsorgen.
Der VIRIDITHON wurde gemeinsam mit der FH Kärnten sowie Partnerhochschulen aus Italien, Spanien, Griechenland und Litauen in Zusammenarbeit mit Startup Carinthia durchgeführt.
Die internationale Zusammensetzung der Teams brachte unterschiedlichste fachliche und kulturelle Perspektiven zusammen. Dadurch entstanden kreative Lösungsansätze, die ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte gleichermaßen berücksichtigten.
Während der Projektwoche analysierten die Teams die Problemstellungen der Unternehmen, entwickelten innovative Konzepte und präsentierten ihre Ergebnisse einer Jury. Die überzeugendste Idee wurde zum Abschluss ausgezeichnet.
Der VIRIDITHON zeigte eindrucksvoll, wie durch die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und internationalen Studierenden innovative Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft entstehen können.
Der Übergang zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft erfordert neue Denkweisen und den Mut, bestehende Prozesse zu hinterfragen. Genau hier setzt der VIRIDITHON an: Unternehmen erhalten frische Perspektiven auf reale Herausforderungen, während Studierende praktische Erfahrungen sammeln und gemeinsam an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen arbeiten.
Der VIRIDITHON macht deutlich, welches Potenzial in internationaler Zusammenarbeit steckt – und wie Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.

Die VIRIDI-Abschlusskonferenz in Ljubljana brachte Expert:innen aus Slowenien und Österreich zusammen, um Projektergebnisse, Best Practices und Zukunftsperspektiven der Kreislaufwirtschaft zu präsentieren.

Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung verfolgt die Europäische Union ein klares Ziel: weniger Verpackungsabfälle, mehr Wiederverwendung und eine konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft.

Am 20. März 2025 kamen 122 Teilnehmende aus SI und AT zur ersten grenzüberschreitenden VIRIDI-Konferenz in Klagenfurt – ein Tag voller Vernetzung und Kreislaufwirtschaft.
Die VIRIDI-Plattform unterstützt Unternehmen und weitere Akteure mit Wissen, Lernangeboten und Vernetzung beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft.